Sport und Inklusion – Bewegen an Geräten

Barrenspiele

Die Schülerinnen und Schüler sollen sich stützend und hangelnd an Geräten bewegen können (BS.2A.1 4a).

Vier Barren (Holmen hoch, tief, gekreuzt, gestuft) so im Rechteck aufstellen,
dass sie sich berühren. Bei einem Musikstopp nennt die Lehrperson eine Aufgabe,
die am Barren erfüllt werden muss (hangen, stützen, Vierfüssler usw.).

Praxisbeispiel: In der Klasse ist ein Schüler mit einer Sehbehinderung, der von
einem Partner begleitet wird. Dieser hilft ihm bei der Orientierung und gibt
Sicherheit.

Anpassungen bei Beeinträchtigungen

  • im Wahrnehmen und Verhalten/der Kognition: Köperkontakt mit anderen
    Kindern ist ausser bei Hilfestellungen und nach Absprache verboten.
  • im Bewegen: Mit Partnerhilfe im Barren bewegen. Rollstuhlfahrer fahren ausserhalb um das Viereck und geben die Bewegungsaufgaben vor.
  • im Hören: Zeichen geben für neue Bewegungsaufgabe und diese vormachen.

Material: Barren, Musikanlage

Beachte bei Beeinträchtigungen

  • im Wahrnehmen und Verhalten: Hilfestellung klar und eindeutig ausführen und mitteilen wo und wie die Köperberührung stattfindet. Kinder und Jugendliche mit Autismus-Spektrum-Störungen können andere Menschen schlecht «lesen». Aktives helfen nur unter Aufsicht.
  • in der Kognition: Überbeweglichkeit bei Trisomie 21 durch Bindegewebsschwäche und verminderter Muskeltonus beachten.
  • im Bewegen: Ungünstige Hebel/Belastungen vermeiden – Vorsicht bei Prothesen, Spastiken, Gelenkversteifungen; bei Hemiplegie abmachen, ob auf betroffener oder nichtbetroffener Seite unterstützt werden soll; Geräte polstern – Druckstellen vermeiden.