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Tanzen macht Schule

Gute Musikwahl ist wichtig

Der Musikeinsatz ist in einem zeitgemässen und attraktiven Sportunterricht nicht mehr wegzudenken. Doch welche Musik passt zu welchen Inhalten? Und wie soll sie eingesetzt werden? Wichtige Tipps in dieser Übersicht.
Junger Mann steht mitten auf der Bühne, um ihn herum liegen zahllreiche Jugendliche im HipHop-Outfit.
Foto: Verein Bewegungskultur, Hansjörg Egger

Im Folgenden sind einige Kriterien für einen zielgerichteten Einsatz von Musik im Sportunterricht aufgeführt: Der Einsatz von Musik kann verschiedene Ziele verfolgen:

  • Faszination, Motivation, Animation
  • Wohlbefinden, Stimmung, Atmosphäre
  • Improvisation, Gestaltung, Kreativität
  • Unterstützung, Schulung, Führung

Kinderlieder können für jüngere Kinder einen guten Einstieg in das Tanzen bieten. Viele Lieder handeln von Figuren, welche die Kinder in ihrer Welt aus Büchern, Erzählungen oder Film bereits kennen. Je nach Interessenlage der Kinder kann ein sehr unterschiedliches Thema gewählt werden. Neben Geschichten mit einer Handlung, finden sich auch Mitmachlieder, die das direkte Umsetzen des Textes in Bewegungen ermöglichen.

Kindertanzmusik ist meist instrumentale Musik, die eine Stimmung unterstreichen kann. Diese Musik steht nicht immer im Vordergrund, kann aber – geschickt ausgewählt – das Ergebnis z. B. einer Improvisationsaufgabe erheblich beeinflussen. Auf instrumentale Kindertanzmusik können sich die Kinder oft freier bewegen ohne zu stark an einen bestimmten Schritt oder an eine feste Situation gebunden zu sein. Viele Popmusikstücke sind als Instrumentalversionen zu finden. Aber auch originale Popmusikstücke, die mit gesundem Menschenverstand ausgewählt wurden, dürfen und sollen eingesetzt werden.

Aktuelle Popmusik wird von immer jüngeren Kindern als reizvoll angesehen. Viele Kinder mögen die Pop-Szene und wollen sich auch tänzerisch mit dieser Musik auseinandersetzen. Hier ist es wichtig, auf die meist englischsprachigen Texte zu hören und für oder gegen eine Eignung der jeweiligen Zielgruppe zu entscheiden. Es gibt hier jedoch einen riesigen Pool an Auswahlmöglichkeiten.

Wie wähle ich Musik für die Arbeit im Unterricht aus?

Es gibt keine allgemein gültige Lösung, die für alle stimmig ist. Aus der Erfahrung helfen folgende Tipps:

  • Der Charakter der Musik sollte die Bewegung unterstützen.
  • Immer verschiedene Lieder zum Üben dabeihaben: schnellere und langsamere Lieder/Versionen. Tanzen macht mit Musik Spass und deshalb sollte möglichst bei vielen Sequenzen Musik abgespielt werden können.
  • Sich die Musikstücke vor dem Einsatz anhören: – Einfacher Rhythmus, ideal 4/4 Takt (Bsp.: Michael Jackson: The way you make me feel). – Wenn möglich keine Pausen und Tempounterschiede im gleichen Lied. – Textinhalt für oder gegen die Eignung des Einsatzes entscheiden.
  • Auch immer wieder einmal auf die Charts klicken, was gerade bei Jugendlichen «hip» ist (Popcharts), und auch solche Titel im Unterricht einsetzen.
  • Titel wie z. B. Klassiker oder Evergreens eignen sich immer wieder.
  • Schülerinnen und Schüler einbeziehen und nach ihrer Lieblingsmusik fragen.
  • Lieder, die Ihnen als Lehrperson selber gefallen und für den Unterricht motivierend sind.
  • Keine Randmusik für die «Normalklasse» wählen, die nur wenigen gefallen wird.

Kategorien

  • Inhaltsarten: Berichte
  • Sportart: Gymnastik und Tanz, Musik
  • Altersstufe: 5-7 jährig, 8-10 jährig, 11-15 jährig, 16-20 jährig
  • Schulstufe: Vorschule/Kindergarten, Primarstufe, Sekundarstufe I
  • Niveaustufe: Einsteiger, Fortgeschrittene
  • Lernstufe: Erwerben, Anwenden, Gestalten
  • Kompetenz Sportunterricht: Darstellen, gestalten, Körperwahrnehmung, Tanzen
  • Bewegungsgrundform: Rhythmisieren, tanzen