Vertrauen aufbauen und pflegen: Förderband
Die Kinder bzw. Jugendlichen bilden 2 Linien und stehen sich im Abstand von 0,5m gegenüber.

Nun legen sie ihre Unterarme im Reissverschlusssystem ineinander. Die Handflächen zeigen nach oben. Ein Kind bzw. ein/e Jugendliche/r steigt auf ein Kastenteil, das etwa die Höhe des «Förderbands» hat (ausgestreckte Hände) und legt sich vorsichtig auf die Hände und Arme der anderen. Jetzt wird die «Last» eine bestimmte Strecke getragen und auf einem zweiten Kastenteil wieder herabgelassen. Das Förderband läuft solange, bis alle transportiert wurden. Danach wird gemeinsam diskutiert.
Bemerkung: Legt eine Decke über die Hände, um den direkten Körperkontakt zu verringern.
Spielziel: Körperkontakt zulassen, Rücksichtnahme üben
Anzahl Teilnehmende: 8-15
Alter: 8+
Dauer: 20’
Material: evt. Matten, 1 grosse Decke
Mögliche Fragen
- Wie nah darf euch jemand kommen? Wissen die anderen warum? Erklärt es euch, wenn ihr möchtet.
- Haben die anderen deine Grenzen bzgl. Körperkontakt wahrgenommen, respektiert und darauf Rücksicht genommen?
- Als du transportiert wurdest: Hast du den anderen vertraut, dass sie dich nicht fallen lassen oder unsanft berühren?
einfacher
- Nur Gegenstände transportieren
- Strecke verkürzen
- Nur die kleinsten und leichtesten Kinder bzw. Jugendlichen transportieren
- Ein Kind bzw. ein/e Jugendliche/r legt sich auf eine Decke, die am Boden liegt. Die anderen greifen den Deckenrand, heben das Kind oder die/den Jugendlichen hoch und transportieren die Last eine bestimmte Strecke.
schwieriger
- Förderband auf dem Boden:
- Alle legen sich mit etwas Abstand bäuchlings auf eine Mattenbahn. Ein Kind oder ein/e Jugendliche/r legt sich in gestreckter Haltung bauchoben quer über die anderen. Diese transportieren durch das Drehen ihrer Körper die/den oben Liegende/n bis ans Ende der Reihe. Dort angekommen legt sich der/die Transportierte wieder in die Reihe und die/der Nächste wird vom Anfang der Reihe befördert.
- Auf dem Rücken liegend mit gestreckten Armen transportieren
Impulse
- Thematisiert körperliche Grenzen: Welche Berührungen tolerieren die Kinder und Jugendlichen (nicht)? Wie können mit Unterschieden betreffend Körpernähe gemeinsame Aufgaben bewältigt werden?
- Der Umgang mit körperlicher Nähe ist individuell und situativ abhängig. Welche Ursachen hat es, dass einzelne Kinder oder Jugendliche mehr körperliche Nähe zulassen als andere? Kennen alle voneinander die jeweiligen Bedürfnisse hinsichtlich des Körperkontaktes und was dahintersteckt, dann fördert dies das gegenseitige Vertrauen.
- Ist der Umgang mit Angst oder Unwohlsein achtsam und rücksichtsvoll, erfahren Kinder/ Jugendliche, dass sich Körperkontakt im Rahmen der Bewegungsaktivität nicht bedrohlich anfühlt. Das schärft das Vertrauen ineinander.