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Vertrauen aufbauen und pflegen: Flussüberquerung

Die Lehrperson steckt mit Seilen oder Klebeband einen breiten Fluss ab (je nach Gruppengrösse, ca. 1,5 m pro Teilnehmer/in).

Flussüberquerung

Die Gruppe befindet sich an einem Ufer und soll nun den Fluss überqueren und das andere Ufer erreichen. «Schwimmen» und Springen sind nicht erlaubt. Einziges Hilfsmittel ist pro Kind bzw. Jugendliche/r ein Brett, mit dem sie auf dem Fluss gehen können. Achtung: Über dem Fluss weht ein starker Wind, der das Brett sofort wegweht (die Lehrperson nimmt das Brett aus dem Spiel), wenn es nicht von einem Kind bzw. einer/einem Jugendlichen berührt wird. Der Fluss selbst darf nicht berührt werden, weil es dort gefährliche Fische gibt. Wenn jemand dennoch in den Fluss tritt oder das Wasser berührt, muss die ganze Gruppe wieder zurück und die Übung neu beginnen. Sie bekommt alle verlorenen Bretter zurück. Am anderen Ufer werden die gemachten Erfahrungen besprochen.

Spielziel: Hilfsbereitschaft lernen, Kooperation üben
Anzahl Teilnehmende: 6-20
Alter: 8+
Dauer: 20’
Material: 2 lange Seile oder Klebeband, Bretter, Pappe, Teppichfliese, pro Person ein Tischset oder Ähnliches (Grösse ca. 40 x 30 cm)

Mögliche Fragen

  • Seid ihr mit eurer Flussüberquerung zufrieden?
  • Was konnten einzelne Gruppenmitglieder nicht? Wie habt ihr ihnen geholfen?
  • Wer hatte welche Rolle?
  • Wie habt ihr euch abgesprochen?
  • Welche Fähigkeiten sind wichtig, um diese Aufgabe als Team zu lösen? (In der Vorbesprechung, in der Durchführung, einzelne Rollen, Wichtigkeit aller Teammitglieder …)

Variationen

  • In die Mitte des Flusses kleine Inseln (Bretter) legen, die der Gruppe die Überquerung erleichtern.
  • Zwei Gruppen bilden. Welche Gruppe ist schneller am Ziel?

Impulse

  • Helft ihr euch gegenseitig und wiederholt sich eure Hilfsbereitschaft, dann entsteht Erwartungssicherheit bei anderen Kindern bzw. Jugendlichen («Wenn ich ihr/ihm helfe, wird sie/er mir wahrscheinlich auch helfen»). Das fördert das gegenseitige Vertrauen.
  • Bei diesem Spiel werden die Kinder und Jugendlichen in Situationen gebracht, die sie nur durch Absprache und Kooperation meistern können. Meistens gilt: Je besser die Kooperation, desto besser das Ergebnis.
  • Indem man füreinander eintritt und Mitverantwortung übernimmt, lernen Kinder und Jugendliche Vertrauen zu schenken und bauen dadurch eine enge Bindung zueinander auf.

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