Kinder
Kinder verstehen
ca. 5–10 Jahre Frühe und mittlere Kindheit

Was Kinder prägt
Kinder erleben die Welt anders als Erwachsene: Sie leben im Hier und Jetzt, wollen ihre Umgebung selbst erkunden und scheuen dabei keine Anstrengung. Sie haben einen grossen Bewegungsdrang und wollen lachen, lernen und leisten. Bewegung ist für ihre körperliche, psychische und soziale Entwicklung entscheidend: Kinder sollten sich täglich deutlich mehr als eine Stunde bewegen.
Kinder sind keine kleinen Erwachsenen: Sie sind beweglich, gut belastbar und erholen sich nach kurzen, intensiven Belastungen schnell. Neue Bewegungen lernen sie vor allem durch Nachahmen und indem sie an bekannte Bewegungs- und Spielgrundformen anknüpfen. Je breiter diese Erfahrungen sind, desto komplexere Bewegungen gelingen später.
Gleichzeitig lassen sich Kinder leicht ablenken, sind stolz auf eigene Erfolge und schämen sich schnell, wenn etwas nicht funktioniert. Ihr Selbstbild entsteht in dieser Zeit und hängt stark von Erwachsenen ab. Deshalb brauchen sie einen geschützten Rahmen, in dem sie ernst genommen werden.
Was das für J+S-Aktivitäten heisst
Im Zentrum steht die Freude an der Bewegung. Abwechslungsreiche Bewegungslandschaften, Geschichten, Bilder und freies Spiel wecken Begeisterung. Vielseitige Bewegungs- und Spielgrundformen, beidseitig geübt und gerne auch in neuer Umgebung, legen die Basis für das Erlernen von Sportarten und für lebenslanges Sporttreiben.
Kinder lernen am besten, wenn Leiterinnen und Leiter viel vorzeigen, kurz und bildhaft erklären («Mach dich gross wie eine Giraffe!») und neue Spiele Schritt für Schritt aufbauen: zuerst miteinander, dann gegeneinander. Rituale und klare Regeln geben Sicherheit.
Ebenso wichtig wie die sportliche ist die persönliche Entwicklung: Wer Anstrengung lobt, Eigeninitiative zulässt, Gefühle ernst nimmt und jedem Kind zeigt, dass es zur Gruppe gehört, stärkt Selbstwert, Selbstwahrnehmung und Teamgeist. Oberstes Ziel ist, dass Kinder die Freude am Sport stärken und die Sportarten findet, die zu ihnen passen. Dabei können Leiterinnen und Leiter einen wichtige Beitrag leisten, wenn sie ein Kind bei einem allfälligen Sportartwechsel gut begleiten.
Entwicklungsstufen im Detail

Frühe Kindheit / Schuleingangsphase
ca. 5–7 Jahre
«Ich finde mich in neuen Regeln und Strukturen zurecht.»
Mit dem Schuleintritt und ersten Vereinserfahrungen lernen Kinder, sich in neuen Strukturen zurechtzufinden. Sport ist vor allem Spiel und Beziehung: Geschichten, Spielformen und viel Ermutigung stehen im Vordergrund.
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Mittlere Kindheit / Grundschulalter
ca. 7–10 Jahre
«Ich kann etwas – oder eben noch nicht.»
Kinder wollen zeigen, was sie können, und beginnen, sich zu vergleichen. Werden individuelle Fortschritte sichtbar, wächst das Selbstvertrauen. Zu frühe Selektion und ständiger Vergleich schwächen es.
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Weitere Entwicklungsstufen
Entwicklungsstufen Kinder
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Entwicklungsstufen Jugendliche
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Entwicklungsstufen Junge Erwachsene
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