Praxisbeilage 53

Handball

Der natürlichste Weg der Spielerziehung ist das Ballspiel mit der Hand. Passen, Fangen kombiniert mit Decken und Freilaufen, ergänzt mit Werfen und Treffen: ein methodisch perfekter Weg zu allen Team- Spielsportarten. Am Beispiel Handball kann dies aufgezeigt werden.

Handball hat den Ruf, ein kompliziertes, aggressives und hartes Mannschaftsspiel zu sein, das schwierig zu erlernen und für die Schule nur bedingt geeignet ist. Diese Praxisbeilage will einen Beitrag gegen dieses Vorurteil leisten und mit vielseitigen Spielund Übungsformen aufzeigen, wie die Spielerziehung ideal mit Handball umgesetzt werden kann – gerade in der Schule. Egal, ob mit kleineren Kindern oder Jugendlichen.

Intensive Erfahrungen

Die gleichmässige Beanspruchung macht Handball zu einer spannenden und abwechslungsreichen Mannschaftssportart. Weil es sich um ein sehr dynamisches Spiel handelt, ist Kinder-Handball eine sehr geeignete und pädagogisch wertvolle Spielform für den Unterricht: Koordination, Konzentrationsvermögen, Teamwork und Fairplay werden in hohem Mass gefordert und gefördert.

Bei richtigem Einsatz wird Handball zu einem Kinderspiel. Denn mit einer guten Organisation des Trainings oder der Lektion können den Kindern und Jugendlichen intensive und spannende Erfahrungen in verschiedenen Lernsituationen ermöglicht werden.

Für alle Stufen geeignet

Die in dieser Praxisbeilage enthaltenen Übungen werden grösstenteils ohne oder mit wenig Körperkontakt gespielt. Angefangen bei einfachen Spielformen führt die Spielerziehung im Handball Schritt für Schritt zu sowohl für Schul- als auch Vereinssport geeigneten Wettkampfformen. Im ersten Teil dieser Broschüre erklären wir anhand des sportmotorischen Leistungsmodells die entsprechenden Anforderungen an diese Sportart. In einem zweiten Schritt werden die einzelnen Spielerpositionen durch vielfältige Übungen näher vorgestellt.

Mit unterschiedlichen Spielformen werden die physischen Kompetenzen der Schüler/-innen gefördert und ihnen unterschiedliche Techniken mit spezifischen Übungen näher gebracht. Auch mental-taktische und emotionale Aspekte kommen nicht zu kurz. Bei den Wettkampfformen am Schluss der Praxisbeilage könen die Schüler/-innen die erworbenen Kompetenzen einsetzen.