Sport und Inklusion – Spielen

Baskin

Baskin lehnt sich an Basketball an und erlaubt es Jugendlichen mit und ohne Behinderung im gleichen Team Basketball zu spielen. Der Inklusionsgedanke steht im Vordergrund.

Baskin wird auf dem Basketballfeld mit zwei zusätzlichen seitlichen Körben auf der Höhe der Mittellinie gespielt. Unterhalb der seitlichen Körbe (Höhe 2.20 m) wird je ein zweiter Korb auf der Höhe von 1.10 m angebracht. Geschützte Zonen erlauben den Wurf in die seitlichen Körbe ohne gegnerischen Einfluss und je nach Voraussetzungen mit einem leichteren Ball.

In jedem Team spielen sechs Spieler mit bestimmten Rollen entsprechend ihren motorischen Fertigkeiten. Die Rollen 1 bis 5 haben eigene Regeln. Zusätzlich kann ein Spieler die Rolle eines Unterstützers übernehmen und mehr oder weniger alle Aktionen eines Mitspielers begleiten. Gespielt wird mit einem Minibasketball. Für das Spiel braucht es zwei Stangen mit verstellbaren Körben.

Rollenzuteilung

  1. Spieler mit Mehrfachbehinderung spielt in den seitlichen Halbkreisen ohne Deckung. Nach Zuspiel eventuell Ballwechsel und Wurf auf den 1.10 m-Korb innerhalb von zehn Sekunden.
  2. Je nach Mobilität kann der Spieler innerhalb oder ausserhalb der seitlichen Halbkreise spielen; nach Zuspiel darf er innerhalb von 10 Sekunden in den geschützten Halbkreis dribbeln und auf den 2.20 m-Korb werfen.
  3. Spieler mit Einschränkungen prellt und kann gehen ohne zu rennen und spielt auf die Standardkörbe.
  4. Spieler kann ohne wesentliche Einschränkungen prellen, gehen, rennen, aber nicht einen Korbleger ausführen.
  5. Spieler mit Grundkenntnissen des Basketballs kann die Rolle des Unterstützers übernehmen.

Regeln

  •  Pro Team je zwei 5er Spieler, die höchstens 3 Körbe pro Spielzeit erzielen dürfen.
  • Summe der Rollen pro Team darf den Wert 23 nicht übersteigen.
  • Angriff auf einen Spieler mit tieferer Rolle ist nicht erlaubt (Die Rollen werden markiert).
  • Rückspiel in die Defensivzone ist erlaubt und Zeitregeln fallen aus.

Je nach Klassenzusammensetzung können die Rollen anders verteilt und definiert werden. So kann z. B. bei einem Kind mit einer kognitiven Beeinträchtigung die Schrittregel gelockert werden (5 Schritte sind nach Ballannahme erlaubt).