Ab nach draussen!

Good Practice – Suchend unterwegs – wir nutzen alle Sinne

Die Kinder suchen und finden anhand von Vorlagen verschiedene Wege, entdecken saisonale Blüten und lernen, die Natur genau zu betrachten. Dabei erleben sie die Umwelt und ihre Umgebung mit allen Sinnen.  

Mit Fotos Wege finden

Zeichnung gemäss Uebungsbeschrieb.

Die Kinder legen am Startort alle Fotos aus und schauen gemeinsam: «Welches Foto zeigt einen Ort, der von hier erkennbar ist?» Ist dieser Ort auf einem Foto gefunden, läuft die Kindergruppe gemeinsam zu diesem Ort hin und die Fotos werden erneut ausgelegt, um mittels der Fotos den nächsten Wegpunkt zu finden. Das letzte Foto ist das Ziel.

Variationen

  • Auf jeder neuen Wegstrecke wird eine Bewegungsaufgabe gelöst. Diese kann auf der Rückseite der Fotos mit Skizze, Text usw. vermerkt sein.
  • An gewissen Orten sind kleine Dosen mit spezifischen Bewegungsaufgaben versteckt, die am Fundort durchgeführt werden.
  • Auf der Rückseite der Fotos können auch Wissensfragen vermerkt sein, z.B.: Könnt ihr mit dem Doppelmeter die Höhe des Zauns messen? Sind alle Zäune gleich hoch?, Warum sind die Bäume nur auf einer Seite des Stammes bemoost? usw.
  • Zusätzliche Fotos von Details einbauen oder ersetzen durch Grossaufnahmen (z.B. Türfalle statt Gartentor)

Bemerkung: Zuerst muss von der absolvierenden Wegstrecke (z.B. Weg in den Wald/auf den Spielplatz) eine Fotostrecke erstellt werden. Diese beinhaltet alle markanten Orte (z.B. auch gefährliche Übergänge, bei denen die Kinder unbedingt halten müssen usw.), die zwischen Start- und Zielort liegen, so wie auch Start- und Zielort selbst. Alle Orte müssen von den Kindern anhand der Fotos erkenn- und auffindbar sein. Fotos auf A4 ausdrucken und laminieren. Sicherheitshinweis: Auch bei diesem Spiel ist die Lehrperson für die Sicherheit der Kinder verantwortlich, begleitet sie und sichert Strassenübergänge und andere herausfordernde Orte ab.


Wiesenbingo

Zeichnung gemäss Uebungsbeschrieb.

Vor dem Loslaufen erhält jedes Kind eine leere Eierschachtel und ein Blatt mit Abbildungen von Blüten. Die Kinder haben nun die Aufgabe, unterwegs diese Blüten zu suchen und sie in ihre Eierschachtel zu legen. Anschliessend werden die Blüten mit den Kindern angeschaut und besprochen. Am Schluss die Blüten mitnehmen, trocknen und mit den Kindern ein schönes Bild gestalten.

Variationen

  • Anstelle der Blüten können auch andere Bilder mit Naturmaterialien (Blätter, Federn, Steine, Moos, …) verwendet werden.
  • Nicht alle Kinder haben die gleichen Bilder. So können verschiedene Gegenstände besprochen und verglichen werden.

Bemerkung: Jedes Kind benötigt eine leere Eierschachtel. Ausgedruckte Fotos von saisonalen  Blüten, die im Wald oder auf dem Weg dahin gefunden werden können. Die Anzahl der zu suchenden Naturmaterialien der Grösse der Eierschachtel anpassen.


Berühre etwas, das …

Zeichnung gemäss Uebungsbeschrieb.

Unterwegs gibt die Lehrperson wiederholt Aufträge: «Berührt etwas …

  • … Spitzes, Rundes, Hartes, Weiches, Gelbes usw.,
  • … ,das süss riecht,
  • …, das klingt».

Die Kinder suchen einen passenden Gegenstand und berühren ihn.

Variationen

  • Die Kinder berühren nicht nur den gesuchten Gegenstand, sondern sammeln ihn auch. Nur Gegenstände sammeln, mit denen am Schluss auch ein Produkt hergestellt wird, z.B. Mandala, trocknen und basteln usw.
  • Balanciermöglichkeiten suchen: Die Kinder suchen etwas, worauf sie balancieren können. Sie zeigen ihre Ideen den anderen vor und probieren diese aus.

Gegensätze suchen

Zeichnung gemäss Uebungsbeschrieb.

Jedes Kind erhält ein Adjektiv zugeteilt. Ohne den anderen zu verraten, welches Adjektiv es ist, sucht jedes Kind einen Gegenstand, der zu seinem Adjektiv passt. Danach versuchen sich die zwei Gegenteile (z.B. leicht – schwer, trocken – nass usw.)  anhand des gesammelten Gegenstandes zu finden, ohne miteinander zu sprechen.

Variation

  • Rätsel: In Gruppen bekommen sie ein Adjektiv zugeteilt. Sie suchen viele passende Gegenstände zum zugeteilten Adjektiv. Erraten die anderen Gruppen, welches Adjektiv zu den Gegenständen passt?

Schnitzeljagd

Zeichnung gemäss Uebungsbeschrieb.

Die Lehrperson markiert den Weg vorgängig mit z.B. mit Kreide oder Sägemehl-Spuren. Die Klasse folgt gemeinsam mit der Lehrperson der Spur.

Variationen

  • Zwei Gruppen bilden (Spur-Legende und Suchende), bei jüngeren Kindern je eine Begleitperson 
  • Irrwege einbauen
  • Bei einem vereinbarten Zeichen (z.B. Kreis am Boden) ist im Umkreis von fünf Metern ein Schatz versteckt.
  • Mit einem Stecken auf Kies oder Waldboden eine Spur ziehen und ihr folgen