Fokussieren, spielend leicht

Good Practice – Frühlingsfest

Mit Ali, Ella, Ben und Frida fokussiert unterwegs: In dieser Unterrichtssequenz können die Kinder spielerisch ausprobieren, wie gut es ihnen bereits gelingt, von einem der vier Aufmerksamkeitszimmer ins nächste zu wechseln.

Fokussieren, spielend leicht  Good Practice: Frühlingsfest: Mit Ali, Ella, Ben und Frida fokussiert unterwegs

Rahmenbedingungen

  • Lektionsdauer: 90 Minuten
  • Zielgruppe: Zyklus 1, Vereine
  • Lernstufe: Einsteiger/-innen / Fortgeschrittene

Lernziele

  • Die Kinder können zwischen den vier Aufmerksamkeitsformen aussen weit, aussen eng, innen weit und innen eng wechseln.
  • Die Kinder können beschreiben, in welches Tier (Ali, Ella, Ben oder Frida, welche die vier Aufmerksamkeitsformen beschreiben) sie sich einfacher oder schwieriger verwandeln können.

Bemerkungen

  • Für das Frühlingsfest ist es hilfreich, wenn zuvor mit den Kindern angeschaut wird, wie die Tiere Adler, Eichhörnchen, Bär und Frosch die vier Jahreszyklen durchleben und was sie insbesondere im Winter machen.
  • Falls die Möglichkeit besteht, kann die Bewegungslandschaft bereits vor dem Sportunterricht vorbereitet werden. So bleibt mehr Zeit für Bewegung.
  • Bei Bedarf das Legomodell mit den vier Aufmerksamkeitszimmern in den Sportunterricht mitnehmen.

Einstieg (20′)


Thema/Aufgabe/Übung/Spielform

Organisation/Skizze/
Methodik/Material


Begrüssung und Einstimmung (5′)

Die vier Freunde Ali, Ella, Ben und Frida feiern jedes Jahr ein Frühlingsfest. Immer dann, wenn Ben der Bär aus seinem Winterschlaf erwacht und auch Frida Frosch durch die wärmende Sonne ihre Winterstarre verlassen kann. In diesem Jahr sind dazu auch alle Kinder des Kindergartens XY eingeladen. Die Einladung dazu haben sie vor kurzem von Ali und Ella erhalten.

Evtl. schriftliche oder gezeichnete Einladung von Ali und Ella für das Frühlingsfest


Stille Post (5′)

Mit der stillen Post versuchen wir nun herauszufinden, ob Frida und Ben bereits wach sind und auch Ali und Ella heute Zeit für das Frühlingsfest haben. Dazu nutzen wir die Kraft von Frida Frosch (zu Fridas Zauberspruch).

Die Kinder stehen im Kreis und halten sich an den Händen. Sie schliessen die Augen und fokussieren sich auf ihre Hände. Die Lehrperson schickt mit einem Händedruck eine Nachricht an Frida Frosch los. Das Kind, welches den Händedruck spürt, gibt ihn auf der anderen Seite weiter. Kommt der Händedruck zur ersten Person zurück, ruft diese laut «Frida ist wach».

Anschliessend werden Nachrichten an Ben, Ali und Ella geschickt. Wobei bei Ali und Ella «Ali / Ella sind bereit» gerufen wird.

Stille Post (5')


Mit Bären-Klopfen Ben und Frida munter machen (10′)

Ben und Frida sind nach der langen Winterruhe zwar wach, aber noch müde und steif. Zum Glück kann mit dem Bären-Klopfen der Körper aufgeweckt werden. Dazu nutzen wir Bär Bens Kraft (zu Bens Zauberspruch).

Ben und Frida müssen jetzt ihren ganzen Körper spüren, damit sie richtig wach werden. Dazu zählt Ben die verschiedenen Körperteile auf, berührt sie gleichzeitig und klopft anschliessend seinen Körper in der aufgezählten Reihenfolge wach.

Die Kinder und Frida machen mit und sprechen dabei folgenden Vers:

Mit Bären-Klopfen Ben und Frida munter machen (10')

Das ist mein Kopf,
das sind meine Schultern,
das sind meine Arme,
das ist meine Brust,
das ist mein Bauch,
das sind meine Beine,
das sind meine Füsse.

All das klopfen wir
und klopfen wir
und klopfen wir
.

Und all das streichen wir
und streichen wir
und streichen wir
.

(3 x wiederholen)

Und all das schütteln wir
und schütteln wir
und schütteln wir.

Und jetzt ist alles wach.

Hauptteil (60′)


Thema/Aufgabe/Übung/Spielform

Organisation/Skizze/
Methodik/Material


Bewegungslandschaft aufstellen (15′)

Die Kinder in Kleingruppen einteilen, ihnen eine Postenkarte abgeben und sie die Posten aufstellen lassen. Die Lehrperson unterstützt und hilft wo nötig. Wer fertig ist, hilft den anderen Gruppen.


Mit Frida Frosch auf Atmung und Herzschlag fokussieren (5′)

Dank dem «Bären-Klopfen» sind nun alle Körperteile aufgeweckt. Frida fühlt sich aber immer noch nicht ganz wach und spürt ihren Körper noch nicht gut und deshalb hat sie für sich und ihre Freunde eine Spielidee. Bevor es losgeht, legen alle Kinder eine Hand auf die Brust, schliessen die Augen und hören auf ihren Atem. Frida fragt ihre Freunde und die Kinder:

«Was spürt ihr? Wie fühlt sich das an?»  

Anschliessend gibt Frida ein Startsignal für ein Fangis. Dazu bestimmt sie 3-5 Fänger/-innen und verteilt Bändel. Alle Kinder spielen in der Bewegungslandschaft Fangis. Wichtig ist, alle bleiben auf dem Hallenboden und niemand benutzt die Bewegungslandschaft. Wenn ein Kind von einer Fängerin, einem Fänger berührt wird, wechseln die Rollen.

Am Schluss ruft Frida alle wieder zusammen. Nun legen sich wieder alle Kinder eine Hand auf die Brust, schliessen die Augen und hören auf ihren Atem. Frida fragt ihre Freunde und die Kinder:

«Was spürt ihr jetzt? Wie fühlt sich das jetzt an? Was ist anders als vor dem Fangis?»

Mit Frida Frosch auf Atmung und Herzschlag fokussieren (5')

Bemerkung:
Die Reflexionsfragen zielen darauf ab, dass die Kinder ihren Atem und ihren Herzschlag spüren (innen eng).

Sollten die Antworten der Kinder zu allgemein sein, hilft es, nachzufragen und konkreter zu werden z.B. «Du bist müde? Wo spürst du, dass du müde bist? Gibt es ein Körperteil, der besonders müde ist?»      


Mit Adler Ali die Bewegungslandschaft erkunden (30′)

Die Kinder verwandeln sich in Ali und machen eine erste Erkundungstour. -> zu Alis Zauberspruch. Dazu laufen sie einmal durch die ganze Bewegungslandschaft und besichtigen die verschiedenen Angebote.

Auf ein Signal der Lehrperson wählen sie ein Angebot aus und erkunden dieses. Im Anschluss daran dürfen sich die Kinder frei in der Bewegungslandschaft bewegen.

Mit Adler Ali die Bewegungslandschaft erkunden (30')

Bemerkung: Die Lehrperson begleitet und unterstützt die Kinder bei Bedarf beim Bewegen in der Landschaft.  


Variation: Als Ella die versteckten Freunde in der Bewegungslandschaft finden

Während die Lehrperson die Kinder in der Landschaft unterstützt und begleitet, versteckt sie unauffällig die vier Freunde oder deren Bilder in der Landschaft. Anschliessend erklärt sie den Kindern, dass sich die vier Freunde in der Landschaft versteckt haben.

Das Ziel ist es, wie Ella (zu Ellas Zauberspruch) mit geschärftem Blick in der Landschaft unterwegs zu sein und die vier Freunde zu entdecken. Wenn man ein Tier gefunden hat ist es wichtig, dies für sich zu behalten, damit die anderen Kinder auch noch suchen können.

4 Bilder der Tiere oder

4 Spielfiguren der Tiere


Aufräumen der Bewegungslandschaft (10′)

Jede Gruppe räumt ihren Posten auf. Wer fertig ist, hilft den anderen beim Aufräumen.

Ausklang (10′)


Thema/Aufgabe/Übung/Spielform

Organisation/Skizze/
Methodik/Material


Dank Ella Eichhörnchen und Ben Bär einen Spaghetti-Plausch geniessen (5′)

Nach diesem langen sportlichen Fest sind nun alle Teilnehmenden hungrig. Da Ella von Ben Bär gelernt hat, wie man Spaghetti richtig kocht, lädt sie mit der Unterstützung ihrer drei Freunde alle Kinder zum Spaghetti-Plausch ein. Weil es so viele Teilnehmende hat, kochen sie 3 Töpfe voll Spaghetti. Damit nicht alle Spaghetti gleichzeitig fertig sind und alle beim zweiten Mal Schöpfen auch noch warme Spaghetti haben, werden die Spaghettitöpfe nacheinander mit Spaghetti gefüllt. Vor lauter Freude über den Frühling und dass alle Freunde nun wieder wach sind, haben die vier vergessen, in welchem Topf welche Spaghetti (roh, noch nicht fertig gekocht, gar) sind.  

Die Kinder verwandeln sich in ein Spaghetti und legen sich verteilt um den Mittelkreis mit dem Rücken auf den Boden. Sie entscheiden selbstständig in welchem Topf (roh, noch nicht fertig gekocht oder gar) sie sich befinden. Dazu nehmen sie eine der folgende «Spaghetti-Formen» ein:

Spaghetti roh: Kind spannt alle Muskeln an und macht sich ganz steif. Beim Hochheben bleibt es ganz steif wie eine rohe Spaghetti.
Spaghetti zu wenig lang gekocht: Oberkörper des Kindes ist locker und die Beine sind fest angespannt. Beim Hochheben bleiben die Beine steif, der Rücken bleibt auf dem Boden.
Spaghetti ist fertig gekocht: Körper des Kindes ist ganz locker. Beim Hochheben sind die Beine locker und beweglich.

Die Lehrperson geht in der Rolle von Ella oder Ben umher und hebt die Füsse eines Kindes hoch. Sie sagt dabei, welche «Form» das Spaghetti hat z.B. fertig gekocht. Hat das Kind diese Form zeigen wollen und ist sie korrekt, darf sich das Kind umziehen gehen. Ist die Form noch nicht korrekt, legt die Lehrperson die Füsse wieder hin und kommt später nochmals vorbei.

Dank Ella Eichhörnchen und Ben Bär einen Spaghetti-Plausch geniessen (5')

Bemerkung: Ist die Lehrperson alleine in der Turnhalle, kann sie zwei Kinder bestimmen, die ihr helfen die richtige «Spaghetti-Form» zu erraten.


Reflexion im Klassenzimmer (5′)

Zurück im Klassenzimmer tauscht sich die Lehrperson mit den Kindern aus und bespricht mit ihnen, in welches Tier sie sich bereits gut verwandeln können und welche Verwandlung/Fokussierung ihnen noch schwerfällt. Vielleicht können andere Kinder erzählen, was ihnen bei der Verwandlung/Fokussierung hilft.