Schneesport

Studie zum Tragverhalten von Schutzausrüstung

Zusammen mit Institutionen im Schneesport, Jugend + Sport, Swiss Snowsports, dem Schweizerischen Snowboard Schulungsverband SSBS und den Hochschulen von Bern und Zürich hat die bfu – Schweizerische Beratungsstelle eine Studie zum Tragverhalten von persönlicher Schutzausrüstung im Schneesport durchgeführt.

Ski- und Snowboardfahren gehören zu den in der Schweiz am häufigsten ausgeübten Sportarten. Bereits in der Schule oder im Rahmen von Jugend+Sport-Kursen haben Kinder und Jugendliche Gelegenheit, sich Schneesport-Fertigkeiten anzueignen oder sie zu verbessern.

Das Risiko, sich im Schneesport zu verletzen, ist eher tiefer als bei vielen anderen relativ häufig betriebenen sportlichen Aktivitäten wie z. B. den grossen Ballspielen oder den Zweikampfsportarten. Dass Ski- und Snowboardfahren im Fokus der Unfallprävention steht, hat mit der hohen absoluten Anzahl Unfälle zu tun und vor allem auch damit, dass die Unfälle oft zu überdurchschnittlich schweren Verletzungen führen.

Viele der Unfallursachen sind allgemein bekannt und es gibt auch erfolgreiche Massnahmen, um das Verletzungsrisiko zu reduzieren. Das Verhalten einiger Schneesportler und der Hergang vieler Unfälle, die zu Verletzungen führen, werfen aber die Frage auf, ob die Schneesportler über genügend Wissen verfügen, um das Risiko einer Verletzung selbstverantwortlich möglichst tief halten zu können. Wie gut der Kenntnisstand der Schneesportler ist, wurde mittels einer umfangreichen Befragung erstmals eruiert.

Ein grosser Teil der Sportler kann in Schneesport-Kursen mit Informationen zur Unfallverhütung erreicht werden. Um die Teilnehmenden zu einem sicherheitsorientierten Verhalten zu motivieren, muss die Unfallprävention in diesen Kursen ein explizites Thema sein. Didaktisch gut aufgebaute Unterrichtsmaterialien erleichtern den Ausbildern die Vermittlung des Themas. Im vorliegenden Bericht wird dargestellt, worauf beim Unterrichten von unfallverhütenden Massnahmen geachtet werden und wie ein Lehrmittel zum Thema Unfallprävention im Schneesport aufgebaut sein soll.