Auf zum neuen Wir – Spiel, Sport und Austausch mit Familien und Personen aus Schule, Verein, Gemeinde und Stadt: Gipfelglück
Diese naturbezogene Erlebniswanderung eignet sich für kürzere Abenteuer an Nachmittagen unter der Woche oder als längere Bewegungsaktivität im Verein (Familienwanderung), in der Schule oder im Kindergarten (Wandertag).
Vorbereitung: Eine Wanderung heraussuchen und Kartenausschnitt drucken. Zwei engagierte Eltern bitten, die Gipfeldose zu besorgen und mit «kleinen Überraschungen» zu füllen. Ein Elternteil oder eine verantwortliche Person nimmt die Gipfeldose im Rucksack mit und platziert sie später bei Ankunft am Gipfel sichtbar auf einem Stein, einer Bank oder aufgehängt an einem Ast. Am Treffpunkt wählt eine verantwortliche Person 2-3 Jugendliche als Wanderführer/-innen aus und gibt ihnen den Kartenausschnitt. Sie fragt auch die Gruppe, wie sie sich sprachlich verständigen möchte und stellt Möglichkeiten zur sprachlichen Verständigung vor. Nun geht’s los! Auf dem Weg zur Gipfeldose den Zauber der Landschaft fühlen, Naturwunder entdecken und die Gelegenheit für spontane Gespräche zwischen Gästen, Eltern, ihren und anderen Kindern nutzen. Tipp: Eltern können ein spannendes Abenteuer oder Spiel im Wald einbauen, z.B. ein Zwergenhaus aus Ästen, Zweigen, Blättern, Rinde etc. bauen; ein Märchen oder eine Kindheitserfahrung in der Natur erzählen; nach Feen, Wichteln oder Trollen suchen.
Ist das Wanderziel erreicht und wurde der Ausblick genossen, dürfen die Kinder endlich die Gipfeldose öffnen und eine Überraschung herausnehmen! Auf dem Gipfel oder unterwegs an einer Brätlistelle eine längere Pause und Picknick machen. Dieser Moment und auch der Rückweg laden zum gemeinsamen Lachen und Fotografieren ein; aber auch zum Fragen stellen, Ideen sammeln und Diskutieren.
Spielziel: Gemeinsames Erlebnis, Austausch, Partizipation
Anzahl Teilnehmende: Familien, Gäste
Alter: 5+
Dauer: 1-6h
Material: Wanderkarte, Gipfeldose (z.B. alte Kaffeedose, Holzschachtel mit befestigtem Strick), kleine Überraschungen (z.B. bunte Perlen, Sterne, Herzen oder Klammern aus Holz, bunte Kieselsteine, Muscheln)
Mögliche Fragen
- Was hat dir bis jetzt am meisten gefallen?
- Was hast du dir aus der Gipfeldose genommen, warum gerade das?
- Welches lustiges (heikles) Abenteuer hast du schonmal bei einer Wanderung erlebt?
- Woran erinnert dich die Landschaft oder die Aussicht? Wie fühlst du dich dabei?
- Wohin gehen wir beim nächsten Mal und was wollt ihr erleben?
- In welcher Sprache oder wie sonst habt ihr euch unterhalten?
- Wart ihr, als Eltern, damit zufrieden, dass und wie die Lehrpersonen festgelegt haben, z.B. wohin die Wanderung geht und wer die Gipfeldose füllt? Wenn nicht: Wie soll zukünftig entschieden werden, z.B. alle oder nur Motivierte einbeziehen, anderen Ort oder günstigere Tageszeit für ein Treffen wählen?
- Wer hat Lust, in einem kurzen Video für unsere Schul- oder Vereinswebseite zu erzählen, wie du «Gipfelglück» erlebt hast?
Variationen
- Eine flache Wanderung am Bach, in einem Park oder auf einem Vitaparcours: Hier können auch die jüngsten Geschwister im Kinder-, Leiterwagen, Tragetuch oder -rucksack mitkommen.
- In die Gipfeldose zusätzlich ein Gipfelbuch reinlegen. In dieses können Jugendliche beglückende Worte schreiben oder Kinder zeichnen. Mit jedem weiteren «Gipfelglück» füllt sich das Buch und wird zu einem wertvollen Erinnerungsstück.
Impulse
- Die Gipfeldose motiviert alle kleinen Gipfelstürmer zum Wandern und Weiterlaufen.
- Durch spontanes miteinander reden kommen wir unseren Lebenswelten näher, decken vielleicht ein Familiengeheimnis auf, lernen mit Sprachenvielfalt umzugehen und bringen eher gegenseitiges Verständnis auf.
- Gemeinsam Lachen, Fotos machen und in die Abenteuerwelt abtauchen hilft, Berührungsängste abzubauen und zu erkennen, dass wir uns manchmal sehr ähnlich sind.
- Engagieren sich Eltern in Schule oder Verein, lernen Kinder und Jugendliche, dass sich Freiwilligentätigkeit lohnt und wertgeschätzt wird: Man kann (enge) Beziehungen aufbauen, seine Erfahrungen, Ideen und Fähigkeiten einbringen und mitbestimmen.
- Entwickeln wir neue Formen der Entscheidungsfindung, die zu allen passt, wo gemeinsam verhandelt oder Entscheidungsmacht geteilt wird. Dann fühlen sich alle verantwortlich und gleichbehandelt.
- Über ein Video erfahren andere nicht nur von der Erlebniswanderung. Es macht auch die kulturelle Vielfalt unter den Beteiligten in Erzählungen, Gestik und Mimik hörbar und sichtbar. Tipp: Jugendliche für den Videodreh anfragen. Das macht ihnen Spass!
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